Bildungsnetzwerk

Bildungsnetzwerk Hunsrück-Hochwald

Bildungsnetzwerk Hunsrück-Hochwald; Regionalentwicklungsverein; Bauernhof; außerschulischer Lernort

Unser Vorhaben ist es, Bildungseinrichtungen (Kindertagesstätten, Grundschulen, weiterführende Schulen...) mit außerschulischen Lernorten aus den Themengebieten „Natur“ und „Kultur“ miteinander zu vernetzen. 

Durch verstärkte Kooperation können vielfältige Bildungsmöglichkeiten geboten werden.

Gemeinsam mit regionalen Akteuren und überregionalen außerschulischen Lernorten ermöglichen wir Kindern und Jugendlichen einen Zugang zu Naturerleben und dem kulturellen Erbe.

Die Region erforschen, erleben, verstehen und wertschätzen!

Das Bewusstsein und das Verständnis für die Besonderheiten des ländlichen Raums werden gefördert. Dies stellt einen Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung dar.

Außerschulische Lernorte und Themen aus dem Bereich „Natur“ sind z.B.: Imker, Obst- und Gartenbau, Bauernhof, Nationalpark Hunsrück-Hochwald, Regionale Küche ...

Außerschulische Lernorte und Themen aus dem Bereich „Kultur“ sind z.B.: Kelten, Römer, Burgen und Schlösser, Museum, Kunst, Edelsteine ...

Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen lokale Ressourcen näher zu bringen und einen emotionalen Bezug zum realen Lebensumfeld innerhalb der Gemeinde herzustellen

Über handlungsorientiertes, praktisches Lernen im Sozialraum, direkte Erlebnisse und Begegnungen mit aktiven Menschen vor Ort wird eine nachhaltige Bewusstseinsbildung über ländliche Strukturen und Gegebenheiten ermöglicht. Das Verständnis für eine kleinräumige Nutzung von Ressourcen kann wachsen, was bei einer zunehmenden Ausrichtung an globalen Leitbildern erstrebenswert erscheint. 

Durch den Aufbau von planvollen, langfristigen Strukturen und Standards in den Angeboten, werden Zugänge zu außerschulischen Lernorten erleichtert und eine Verankerung im KiTa- und Unterrichtsalltag ermöglicht.

 

Der Begriff der „kommunalen Bildungslandschaft“

(auch in den Varianten „lokale“ bzw. „regionale Bildungslandschaft“)

„Lokale Bildungslandschaften sind langfristige, professionell gestaltete, auf gemeinsames, planvolles Handeln abzielende, kommunalpolitisch gewollte Netzwerke zum Thema Bildung, die – ausgehend von der Perspektive des lernenden Subjekts – formale Bildungsorte und informelle Lernwelten umfassen und sich auf einen definierten lokalen Raum beziehen.“

Peter Bleckmann/Anja Durdel (Hrsg.): Lokale Bildungslandschaften. Perspektiven für Ganztagsschulen und Kommunen(2009)

Bildung findet in unterschiedlichen Kontexten statt: in KiTa und Schule, in der Familie, im sozialen Umfeld, in Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe, in Vereinen, Museen, über Medien und an vielen weiteren Orten – überall dort, wo sich aktiv mit der Umwelt auseinander gesetzt wird. Betrachtet man diese vielfältigen Bildungsorte im Zusammenhang und kooperiert man partnerschaftlich miteinander, entstehen lokale Bildungslandschaften. 

Die Lernorte KiTa und Schule werden zunehmend zum „Lebensort“ für Kinder und Jugendliche. Kinder verbringen immer mehr Zeit in den institutionalisierten Einrichtungen, bedingt durch die Berufstätigkeit der Eltern und den Ausbau von Ganztagsangeboten. 

Der Begriff „Bildungslandschaft“ fordert deshalb  alle Akteure auf, über den Tellerrand zu schauen, sich stärker auf ihre Umwelt zu beziehen und miteinander in der Verfolgung gemeinsamer Ziele zu kooperieren. Er steht für eine strukturierte, verbindliche und umfassende Vernetzung von Bildungsakteuren.

Darüber wird ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass handlungsorientierte informelle Angebote als wesentlicher Bestandteil des KiTa- und Unterrichtsalltags zu verstehen sind. Der Sozialraum der Kinder und das nahe Lebensumfeld werden somit in den Bildungsalltag der Institutionen mit einbezogen.

 (Auszüge aus: kommunalwiki.boell.de und „Kommunen gestalten Bildung vor Ort“. Hrsg. Bertelsmann Stiftung. März 2015)